Gemeinnütziger Verein
zur Unterstützung von Indianerschulen
Gemeinsam mit ihrem Bruder Dr. Romed Recheis, gründete Käthe Recheis den gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Indianerschulen,
der von Indianern geführte Schulen in Nordamerika und Projekte für die Chiquito-Indianer in Bolivien durch Spendengelder unterstützte.
Der Verein führt auf Käthes Wunsch auch nach ihrem Tod seine Wohltätigkeit weiter. Er wurde bis Mai 2023 von ihrem engen Vertrauten Andreas Scherney betreut und
wird seit Juli 2023 von Elisabeth Wittmann-Scherney und einigen engagierten Hörschingern weitergeführt.
Käthe Recheis hat auch verfügt, dass ab 2016 ausschließlich die Sozialhilfestiftung mit dem Behindertenzentrum in Bolivien unterstützt werden soll.
Der Vereinsname wurde daher geändert auf: "KRIP - Verein zur Unterstützung des Behindertenzentrums FASSIV in Bolivien"
(KRIP steht für Käthe Recheis und Irmgard Prestel)
Kontakt:
Elisabeth Wittmann-Scherney
Eduard-Nittner-Straße 16
4063 Hörsching
Email: elisabeth(punkt)wittmann(klammeraffe)liwest(punkt)at
Webseite: www.krip.at
Spendenkonto:
IBAN: AT83 3427 6000 0191 3920, BIC: RZOOAT2L276 (Raiffeisenbank Linz-Land West eGen)
Die Spendengelder des Vereins
werden ohne Abzug weitergesandt, administrative Spesen werden von den Mitgliedern
getragen.
Spenden sind von der Steuer absetzbar. Dazu benötigt der Verein Name und Geburtsdatum des Spenders.
Unterstützungstätigkeit von KRIP in Bolivien:
Bolivien ist eines der ärmsten
Länder Südamerikas. Im sogenannten "Trockenen Urwald" liegt
die Provinz San Ignacio de Velasco, benannt nach der kleinen Stadt San Ignacio.
Im Jahr 1956 ging die Österreicherin Irmgard Prestel dorthin,
um beim Aufbau von Schulen mitzuhelfen.
In unendlicher Mühe
ringen die Chiquito-Indianer dem Urwald ihre kleinen Felder ab, pflanzen Mais,
Reis und Bananen. Da der Ertrag kaum zum Leben reicht, kann keine Vorsorge für
die Zukunft getroffen werden. Auch bei schwersten Krankheiten ist ein Arztbesuch
oft unmöglich. Ohne finanzielle Hilfe können viele Familien ihren
Kindern den Schulbesuch nicht ermöglichen. Irmgard Prestel hat mit ihren
engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breit gefächertes Sozialwerk
aufgebaut, das auf Unterstützung des Vereins angewiesen ist.
Seit 1995 ist das Sozialwerk als Stiftung FASSIV (Fundación Ayuda de San Ignacio de Velasco) Sozialhilfestiftung San Ignacio de Velasco, staatlich anerkannt.
Irmgard Prestel verstarb ebenfalls 2015. Die Stiftung wird in ihrem Namen weitergeführt.
Aufgaben des Sozialwerks:
Regelmäßige
Betreuung vieler in großer Armut lebenden Familien. Übernahme von
Arzt-, Medikamenten- und Krankenhauskosten, Kleidungs- und Lebensmittelbeihilfe.
In dem von Irmgard Prestel gegründeten Behindertenzentrum werden blinde, sehgestörte
und gehörlose oder körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und deren Familien gesundheitlich und sozial betreut.
Die Jugendlichen können in den Werkstätten (Schneiderei, Stoffmalerei, Holzwerkstätte, Holzschnitzerei) der Einrichtung eine berufliche Ausbildung absolvieren.
Viele Kinder und Jugendliche erhalten eine Chance, später einmal ein normales
und befriedigendes Leben führen zu können.
Die Schule des Zentrums musste 2024 aufgrund einer Verordnung der Regierung in ein öffentliches Gebäude übersiedeln. Geistig Behinderte werden in eigenen Klassen nach Möglichkeit gefördert.
Aktuelle Fotos aus dem Sozialwerk:

Das Zentrum FASSIV

Arztbesuch bei José Matias

Physiotherapie im Zentrum FASSIV

Ana Isabel mit ihrer neuen Schiene

Jugendliche lernen Stoffmalerei

Junge Frauen und Mütter in der Schneiderei

Jugendliche in der Holzwerkstatt

Jungendliche bei der Ausbildung in der Holzwerkstatt
Ältere Fotos aus dem Sozialwerk zu Käthes Lebzeiten:

Der blinde Alejandro mit seinen Großeltern

Unterricht in der Gehörlosenklasse
Ehemalige Unterstützungstätigkeiten des Vereins in Nordamerika zu Käthes Lebzeiten:
"Mit sechs Jahren
kam ich in eine Internatsschule. Dort wurde uns beigebracht, dass alles Indianische
schlecht sei. In den Ferien durften wir nicht heim, weil unsere indianischen
Eltern angeblich nicht erziehungsfähig waren. Ich wurde von Pflegefamilie
zu Pflegefamilie herumgestoßen, überall wurde ich als Indianer
verachtet. Wie kann jemand die tiefe Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung verstehen,
die ich und meine Mitschüler fühlten!"
Doug George Kanentiio,
ein junger Mohawk, 1984
In vielen staatlichen Schulen
wurden Indianerkinder als "minderwertig und nicht bildungsfähig"
behandelt. Alkoholismus, Hoffnungslosigkeit und viele Selbstmorde waren die
Folge. Die neuen Indianerschulen, von ihnen selbst gegründet und geführt,
sind eine große Chance für die Zukunft dieser Vöker. Sie werden
vorbildlich geführt, brauchen aber finanzielle Hilfe, weil sie von staatlicher
Seite nicht oder nicht ausreichend gefördert werden.
Spendengelder wurden an
folgende Schulen und Institutionen überwiesen:
Twin Buttes Highschool der Zuni-Indianer, New Mexico
Sinte Gleska University der Sioux/Lakota, Rosebud Reservation, South Dakota
The Tracking Project, Corrales, New Mexico
First Nations Development Institute, Colorado