Käthe Recheis (Foto Janczer)

 Käthe Recheis (1928 - 2015)

 
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Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Indianerschulen

Gemeinsam mit ihrem Bruder Dr. Romed Recheis, gründete Käthe Recheis den gemeinnützigen Verein zur Unterstützung von Indianerschulen, der von Indianern geführte Schulen in Nordamerika und Projekte für die Chiquito-Indianer in Bolivien durch Spendengelder unterstützte.

Der Verein führt auf Käthes Wunsch auch nach ihrem Tod seine Wohltätigkeit weiter. Er wurde bis Mai 2023 von ihrem engen Vertrauten Andreas Scherney betreut und wird seit Juli 2023 von Elisabeth Wittmann-Scherney und einigen engagierten Hörschingern weitergeführt.

Käthe Recheis hat auch verfügt, dass ab 2016 ausschließlich die Sozialhilfestiftung mit dem Behindertenzentrum in Bolivien unterstützt werden soll.

Der Vereinsname wurde daher geändert auf: "KRIP - Verein zur Unterstützung des Behindertenzentrums FASSIV in Bolivien"
(KRIP steht für Käthe Recheis und Irmgard Prestel)

Kontakt:

Elisabeth Wittmann-Scherney
Eduard-Nittner-Straße 16
4063 Hörsching
Email: elisabeth(punkt)wittmann(klammeraffe)liwest(punkt)at
Webseite: www.krip.at

Spendenkonto:

IBAN: AT83 3427 6000 0191 3920, BIC: RZOOAT2L276 (Raiffeisenbank Linz-Land West eGen)

Die Spendengelder des Vereins werden ohne Abzug weitergesandt, administrative Spesen werden von den Mitgliedern getragen.
Spenden sind von der Steuer absetzbar. Dazu benötigt der Verein Name und Geburtsdatum des Spenders.


Unterstützungstätigkeit von KRIP in Bolivien:

Bolivien ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Im sogenannten "Trockenen Urwald" liegt die Provinz San Ignacio de Velasco, benannt nach der kleinen Stadt San Ignacio. Im Jahr 1956 ging die Österreicherin Irmgard Prestel dorthin, um beim Aufbau von Schulen mitzuhelfen.

In unendlicher Mühe ringen die Chiquito-Indianer dem Urwald ihre kleinen Felder ab, pflanzen Mais, Reis und Bananen. Da der Ertrag kaum zum Leben reicht, kann keine Vorsorge für die Zukunft getroffen werden. Auch bei schwersten Krankheiten ist ein Arztbesuch oft unmöglich. Ohne finanzielle Hilfe können viele Familien ihren Kindern den Schulbesuch nicht ermöglichen. Irmgard Prestel hat mit ihren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein breit gefächertes Sozialwerk aufgebaut, das auf Unterstützung des Vereins angewiesen ist.
Seit 1995 ist das Sozialwerk als Stiftung FASSIV (Fundación Ayuda de San Ignacio de Velasco) Sozialhilfestiftung San Ignacio de Velasco, staatlich anerkannt. Irmgard Prestel verstarb ebenfalls 2015. Die Stiftung wird in ihrem Namen weitergeführt.

Aufgaben des Sozialwerks:

Regelmäßige Betreuung vieler in großer Armut lebenden Familien. Übernahme von Arzt-, Medikamenten- und Krankenhauskosten, Kleidungs- und Lebensmittelbeihilfe.
In dem von Irmgard Prestel gegründeten Behindertenzentrum werden blinde, sehgestörte und gehörlose oder körperlich behinderte Kinder, Jugendliche und deren Familien gesundheitlich und sozial betreut. Die Jugendlichen können in den Werkstätten (Schneiderei, Stoffmalerei, Holzwerkstätte, Holzschnitzerei) der Einrichtung eine berufliche Ausbildung absolvieren.
Viele Kinder und Jugendliche erhalten eine Chance, später einmal ein normales und befriedigendes Leben führen zu können.

Die Schule des Zentrums musste 2024 aufgrund einer Verordnung der Regierung in ein öffentliches Gebäude übersiedeln. Geistig Behinderte werden in eigenen Klassen nach Möglichkeit gefördert.



Aktuelle Fotos aus dem Sozialwerk:


Das Zentrum FASSIV


Arztbesuch bei José Matias


Physiotherapie im Zentrum FASSIV


Ana Isabel mit ihrer neuen Schiene


Jugendliche lernen Stoffmalerei


Junge Frauen und Mütter in der Schneiderei


Jugendliche in der Holzwerkstatt


Jungendliche bei der Ausbildung in der Holzwerkstatt



Ältere Fotos aus dem Sozialwerk zu Käthes Lebzeiten:


Der blinde Alejandro mit seinen Großeltern


Unterricht in der Gehörlosenklasse



Ehemalige Unterstützungstätigkeiten des Vereins in Nordamerika zu Käthes Lebzeiten:

"Mit sechs Jahren kam ich in eine Internatsschule. Dort wurde uns beigebracht, dass alles Indianische schlecht sei. In den Ferien durften wir nicht heim, weil unsere indianischen Eltern angeblich nicht erziehungsfähig waren. Ich wurde von Pflegefamilie zu Pflegefamilie herumgestoßen, überall wurde ich als Indianer verachtet. Wie kann jemand die tiefe Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung verstehen, die ich und meine Mitschüler fühlten!"

Doug George Kanentiio, ein junger Mohawk, 1984

In vielen staatlichen Schulen wurden Indianerkinder als "minderwertig und nicht bildungsfähig" behandelt. Alkoholismus, Hoffnungslosigkeit und viele Selbstmorde waren die Folge. Die neuen Indianerschulen, von ihnen selbst gegründet und geführt, sind eine große Chance für die Zukunft dieser Vöker. Sie werden vorbildlich geführt, brauchen aber finanzielle Hilfe, weil sie von staatlicher Seite nicht oder nicht ausreichend gefördert werden.

Spendengelder wurden an folgende Schulen und Institutionen überwiesen:

Twin Buttes Highschool der Zuni-Indianer, New Mexico
Sinte Gleska University der Sioux/Lakota, Rosebud Reservation, South Dakota
The Tracking Project, Corrales, New Mexico
First Nations Development Institute, Colorado


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